46 Euro Ticket (Update): ein neuer YouTube Podcast entsteht (2)

Transkript der Episode 35 von Frag Wolfram, dem Online Business Podcast mit Wolfram Kläger vom 23.10.2023

4 Tage vor der Premiere: Die erste Episode ist fertig. Jetzt geht es an das Artwork für den Podcast, YouTube, die Website, die Social Media Accounts.

Tja. Ganz schnell ist es so weit und unser neuer YouTube-Podcast ist online. Das heisst, online ist er schon, aber noch nicht public.

Das allererste Video ist hochgeladen und verharrt bis Freitag noch im "Nicht gelistet" Status.

Der Status "Nicht gelistet" bedeutet im YouTube-Studio, das Video ist weder öffentlich noch privat. Nur wer den direkten Link kennt, kann das Video aufrufen. Von Suchmaschinen inklusive YouTube selbst bleibt es aber noch so lange verschont, bis wir den Status auf "öffentlich" wechseln und damit das Video freischalten, für die Massen.

Vor einer Woche, in der letzten Episode dieses Podcasts, hatte ich schon mal einen kleinen Einblick gegeben, wie wir das neue Projekt angegangen sind.

Ohne Namen zu nennen, nur gesagt

  • wie wir uns das technisch vorstellen
  • was wir dafür aufbauen wollen und
  • mit welchen Kosten wir rechnen

Heute gebe ich hier gerne einen Update zu dieser letzten Folge.

Inzwischen ist nämlich die allererste Folge des neuen YouTube-Podcasts im Kasten.

46 Minuten am Stück.

In einem Rutsch aufgezeichnet.

Und die beiden Co-Hosts, Kai Berke und ich, sind ziemlich stolz darauf. Auch wenn hier und da noch einiges zu verbessern ist.

Ups, ja, heute mit Namen!

Aber die URL der Website, gleichlautend mit dem Namen des YouTube-Kanals usw. – das alles verrate ich hier erst nächste Woche, wenn die Premiere am kommenden Freitag vorbei ist.

Thema und Co-Hosts

Mein Co-Hosting Partner in diesem Projekt ist wie gesagt Kai Berke.

Er ist schon seit über 30 Jahren überaus reiselustig und seit 2011 als Blogger selbstständig.

Kai schreibt vor allem über internationale Fernreisen. Angefangen hat er mal als Spezialist für Backpacker und Backpackerinnen. Dazu kommt – unter anderem – ein Blog für Flugreisen.

Genauer: ein Blog für Meilensammler:innen.

Kais einschlägige Website heisst: Loungerocker.

Link wie immer in den Shownotes.

Und wenn Kai gerade nicht irgendwo in einem Flugzeug sitzt, vorzugsweise in der luxuriösen Business Class oder First Class, dann lebt und arbeitet er inzwischen die meiste Zeit fernab von Deutschland, in Thailand und kümmert sich dort liebevoll um seinen kleinen Sohn.

Nun kenne ich einige bekannte Podcasts mit zwei Co-Hosts, die an verschiedenen Schauplätzen aufgezeichnet werden, z.B.

  • Authority Hacker, Gael Breton und Mark Webster über Best Practices im Online Marketing
  • Doppelgänger Tech Talk, Philipp Klöckner und Philipp Glöckler über Tech-Aktien, börsennotierte Startups, die Venture Capital Szene usw.

Nicht, dass Kai und ich uns schon in dieser Podcast-Liga wähnen. Aber es kann ja nicht schaden, sich an guten Benchmarks zu orientieren, von Beginn an.

Thema unseres neuen, gemeinsamen Podcasts ist jedenfalls das Thema, mit dem sich Kai schon seit Jahren bestens auskennt:

  • Reisen mit internationalen Airlines
  • Meilen-Deals für Fernflüge (Prämienflüge)
  • in der Business Class oder First Class

Und Antworten gibt, auf alle Fragen, die sich daraus ergeben, z.B.

  • Wo kannst du am besten Meilen sammeln?
  • Wie optimierst du dein Meilenkonto?
  • Was sind die besten Vielfliegerprogramme?

Noob fragt, Experte antwortet

Das Konzept für unseren neuen Podcast ergab sich automatisch aus der Tatsache:

  • Ich bin der Noob, der absolute Beginner zum Thema Business Class, First Class, Vielflieger und Meilen optimieren
  • Kai ist der Experte, der mit so gut wie allen Airlines schon um die ganze Welt geflogen ist, sogar Videos gedreht hat, wie es in den VIP-Lounges zugeht und was in den Flugzeugen selbst geboten wird

Noob & Expert, ein bewährtes Rezept, wie es auch die beiden Doppelgänger in ihrem Podcast zweimal die Woche durchziehen. Mit rund 50.000 Zuhörer:innen durchaus sehr erfolgreich.

Kai und ich, wir fangen erst mal klein an.

Und beschränken uns auf eine Sendung pro Woche.

Jede Sendung wird zwischen 40 und 60 Minuten dauern.

Wenn wir uns Gäste dazu einladen, auch mal länger.

Aber wir können uns derzeit noch nicht vorstellen, dass wir mit einem Gast auch mal drei oder vier Stunden lang abhängen, wie es uns einige ganz grosse Podcaster:innen vormachen.

Aber auch: wer weiss schon im Voraus, wie sich ein solches Projekt entwickeln wird?

Kai und ich, wir wissen es jedenfalls definitiv nicht 🙂

Ansonsten gilt:

Podcast + YouTube + Socials + Newsletter

Wie in der letzten Episode hier beschrieben. Bis auf den Newsletter wird alles auch zur Premiere am kommenden Freitag fertig sein.

Im Mittelpunkt steht die Website.

Unser eigenes Grundstück, auf dem alle Kanäle und Aktivitäten zusammenlaufen. Auch auf die Gefahr hin, dass uns der eine oder andere Kanal vielleicht mal wegbricht, eines Tages. Aus irgendeinem Grund.

Was Social Media betrifft, konzentrieren wir uns vorerst auf

  • LinkedIn
  • Facebook und
  • Instagram

X (Twitter), da sind sich beide Co-Hosts einig, muss sich erst mal wieder stabilisieren. Am besten durch Verkauf an einen neuen Eigentümer. Oder durch weitere Migration zu BlueSky, Threads oder was noch. Zumal wir uns auf deutschsprachigen Content fokussieren, mit dem wir uns auf LinkedIn, Facebook und Instagram besser aufgehoben fühlen, als bei X (Twitter).

Für Facebook und Instagram spricht ausserdem, dass Kai hier mit seinen Blogs bereits eine Reichweite aufgebaut hat, in der Nische, eine Reichweite, die uns beim bevorstehenden Launch des YouTube-Podcasts wahrscheinlich hilft, beim Abheben von der Nulllinie.

Die erste Episode ist fertig!

Die erste Episode haben wir vergangene Woche bereits aufgezeichnet.

Wider Erwarten wurde es keine Nullnummer, die wir anschliessend wieder löschen. Kai hatte nämlich ernsthafte Befürchtungen, dass das Ergebnis vielleicht nicht sendefähig sei.

Diese erste Episode geht am kommenden Freitag, den 27.10.2023 public.

Die weiteren Folgen werden immer wieder freitags erscheinen.

Den Link zur neuen Website gebe ich hier in einem weiteren Update bekannt, in der nächsten Episode am kommenden Montag.

Bis dahin bitte ich um Geduld!

Es hat einfach wenig Sinn, den Link auf eine Baustelle zu verbreiten.

Die ersten Erfahrungen

In Podcasts – und wie ich jetzt weiss – auch in YouTube-Videos geht es zu wie im Tonstudio. Ich kenne so viele Musiker:innen und Leute aus der Tonstudioszene, die immer wieder gerne davon erzählen, dass sie für ein bestimmtes Stück zig Takes aufgenommen, alles probiert haben, um diesen oder jenen Track noch mal einen Fitzel besser hinzubekommen.

Nur, um am Ende festzustellen:

Der allererste Take war auch der allerbeste.

Für dieses Phänomen kursieren die verschiedensten Theorien. Damit will ich mich hier gar nicht aufhalten. Nur festhalten:

Bei uns war es so ähnlich!

Kai und ich hatten uns vorab auf das Thema der Episode festgelegt.

Eine Art Rundflug für Einsteiger:innen ins Flugmeilen-Thema.

Eine Gliederung dazu, mit 5 oder 6 Zwischenüberschriften.

Und einen Zeitpunkt für die Riverside-Konferenz, der Deutschland / Thailand kompatibel ist, mit 5 Stunden Zeitverschiebung.

Riverside, hatte ich letztes Mal erwähnt, ist eine SaaS-Plattform für Remote Recordings von Podcasts und Video-Interviews. Fühlt sich erst mal an, wie ein gewöhnliches Google Meet, Webex oder Zoom Meeting. Nur eben mit dem Unterschied, dass das Meeting im Hintergrund auch aufgezeichnet wird. Wahlweise nur Audio oder komplett Video.

Den Riverside-Account hatte ich mir tatsächlich erst eine halbe Stunde vor dem Termin eingerichtet und kam prompt 5 Minuten zu spät ins Meeting!

Das Bild war dann überhaupt kein Problem.

Meine Logitech Webcam gab ihr bestes, wie immer.

Meine Sony ZV-E10 mit einem Sigma 16 mm Objektiv usw. habe ich immer noch nicht bestellt.

Aber solche Kleinigkeiten sollten mich nicht von dieser Premiere abhalten!

Kai hat mich dann aber eiskalt überrascht.

Er hat es tatsächlich geschafft – quasi über Nacht – seine Sony ZV-1 Kamera mit dem Rechner zu verbinden und Riverside ein kristallklares Bild zu liefern.

Im direkten Vergleich jetzt, meine Webcam gegen Kais Digicam … nun ja. Geht so. Ich muss jetzt mal endlich bestellen 🙂

Übrigens:

Kai hat es noch nicht geschafft, den HD-Modus zu aktivieren und damit auf Riverside zu glänzen. Aber schon im SD-Modus sieht er so viel besser aus, als ich in meinem Logitech-Modus.

Wir haben dann noch fast eine Stunde mit Tonproblemen aller Art gekämpft.

  • Hörst Du mich?
  • Jetzt?
  • Und?
  • Jetzt?
  • usw.

Kennst du bestimmt.

Nachdem ich den letzten Regler gefunden hatte, hier für mein Audio-Interface, und im letzten Moment sogar noch einen Kopfhörer aufgesetzt habe, konnten wir endlich loslegen.

Da war jetzt nur noch dieses massive RAUSCHEN in der Leitung.

Aber: wir waren jetzt drauf und drin und wollten jetzt endlich loslegen. Wahrscheinlich ist es ja eh für den Eimer …

46 Minuten später waren wir – zur allgemeinen Überraschung – durch, mit unserem Programm für heute und ich war so was von froh, dass ich am Ende sogar auch noch den STOP-Button gefunden habe, um die Riverside Session sauber zu beenden.

Leicht ungläubig haben wir uns angeguckt:

Das war’s jetzt!

Wahrscheinlich sogar ziemlich gut.

Warum sollten wir das jetzt wegschmeissen und noch mal versuchen?

Meinen Hintergedanken: Was mache ich mit diesem massiven RAUSCHEN, diesen Hintergedanken habe ich glaube ich erst mal für mich behalten.

Wir haben uns dann verabschiedet und ich habe zugesagt, dass ich mich darum kümmern werde.

Dann stellt sich heraus:

Kai hätte sich komplett schenken können, sein Wireless-Ansteckmikro herauszukramen und dieses kleine Kästchen an den Hemdkragen zu fummeln. Im Bild deutlich sichtbar, nicht zuletzt mit einer grün und einer blau leuchtenden LED.

Tatsächlich aufgenommen hat Riverside Kais Tonspur von seinem Laptop.

Und das massive RAUSCHEN stammte von der Klimaanlage, direkt über dem Laptop. Weil, selbst im Oktober, hält es wohl niemand aus, eine Videokonferenz ohne Schweissausbruch zu überstehen, da drüben in Thailand.

Und ehrlich gesagt: im Nachhinein hat es sich auch genau so angehört.

Und das im allerersten Video auf unserem neuen YouTube-Channel!

Meine Tonspur war komplett sauber. Und selbst Kai, seine Stimme war klar und deutlich zu verstehen.

Nur eben mit diesem ständigen RAUSCHEN, im Hintergrund.

An sich, technisch, kein grosses Problem, ein konstantes Störgeräusch aus einer Tonspur zu filtern. Im Kopf bin ich schon durchgegangen, wie ich die Dateien von Riverside herunterlade. Den Audioteil durch Audacity oder sogar Ableton Live jage, mit entsprechenden Plugins usw.

Dann habe ich auf Riverside den Button "Störgeräusche filtern" entdeckt, oder so ähnlich.

Geklickt.

Durchlaufen lassen.

Nochmal heruntergeladen.

Fertig.

Das Rauschen war weg.

Die Stimmen sind erhalten geblieben.

Voilà!

Fazit für heute: Loslegen ist viel wichtiger als perfekt sein

Ich könnte jetzt noch viele Details durchgehen, die mir inzwischen aufgefallen sind, im Bild, im Ton unserer allerersten Episode, der Premiere unseres neuen YouTube-Podcasts.

Was ich alles noch nicht perfekt finde, an unserer Performance, der technischen Realisierung und dem Endprodukt und und und …

Nicht zuletzt sehe und höre ich – vor allem in den ersten Minuten – die unterschiedlichsten Anzeichen für diese latente Nervosität der beiden Co-Host-Darsteller, in diesem Stück.

Nur, was soll’s?

Um besser zu werden, gibt es doch nur einen Weg:

Und zwar der, der uns von Episode zu Episode zu Episode führt.

Es gibt keine Abkürzung.

Eine solche Premiere ist ein Dokument für die Ewigkeit.

Kai und ich werden uns noch in Jahren darüber amüsieren.

Und wenn wir demnächst eine Audience finden, unser Publikum, das sich zusammen mit uns darüber amüsiert, was wir so raushauen, in jeder Folge, dann kommen wir Stück für Stück näher ans Ziel.

In diesem Sinne:

Bis nächsten Montag

Und wenn du es jetzt selbst nicht mehr aushältst, endgültig, dass dein Podcast immer noch nicht draussen ist und du immer noch kein YouTuber bist oder eine YouTuberin, dann frag mich doch einfach, wie ich dir eventuell dabei helfen kann.

Oder Kai. Der hat derzeit die bessere Kamera.

Dafür kann ich besser Ton! 🙂

Die E-Mail-Adresse für deine Frage an Wolfram ist wie immer:

fragwolfram@wolframklaeger.com

Bis dahin: alle Grüsse, Ciao Ciao, Dein Wolfram und: PEACE!